Jubiläumstreffen der Abituria 1958

Hohenschwangau/Füssen l cl l Es war 1958, als nach neun absolvierten Klassen im Gymnasium mit Internat Hohenschwangau eine junge Frau und 19 junge Männer mit dem Abitur ihre Hochschulreife erlangten.

2008, also 50 Jahre danach, trafen sie sich wieder, um sich an frühere Zeiten zu erinnern und zum Austausch über das in den vergangenen 50 Jahren Erlebte. Auf dem Programm standen unter anderem eine Wanderung am Buchenberg und ein feierlicher Abend im „Hotel Müller“ in Hohenschwangau.

Repro/Foto: Uwe Claus

Warten auf „Fress-Pakete“

Es war ein Jahr nach der Währungsreform, als die Buben und Mädchen 1949 eingeschult wurden, und es war nach heutigen Maßstäben eine „sehr arme Zeit“. Das Essen im Schülerheim war spartanisch. „Abends warteten wir immer, ob nicht ein Mitschüler ein Fress-Paket von zu Hause bekommen hatte. Das wurde dann im Zimmer gerecht verteilt, da die Kameradschaft großgeschrieben war.“ Und einer von ihnen, Dr. Volker Praun, erinnert sich: „Nach dem Abendessen gingen immer sechs Schüler in das Hotel Alpenrose, um für die dort wohnenden Flüchtlinge Kohlen zu tragen.“

Natürlich gibt es aus dieser Zeit auch einige Anekdoten, die heute

etwas skurril anmuten. Als zum Beispiel die „Blue Jeans“ aufkamen,

durfte diese Hose nur in Hogau getragen werden. Sie waren nicht salonfähig. Einer der betagten Herren erinnert sich: „Wurden wir außerhalb Hogaus in einer Jeans angetroffen, gab’s Hausarrest.“ Besonders die schon damals sportliche Orientierung des Gymnasiums war Ursache dafür, dass die Hälfte der Schüler

aus dem Raum München kam, erinnert sich einer der Abiturienten,

der im Internat wohnte wie die meisten von ihnen. „Im Kloster Ettal

spielten wir Eishockey. Als wir ein Tor zurücklagen, feuerte uns der

Heimleiter mit den Worten an: Wenn ihr nicht gewinnt, gibt es eine

Woche Hausarrest!“ Und es wurde auch ausgiebig gefeiert. Bälle wurden Wochen vorher vorbereitet. Riesige Bilder wurden gemalt und das Papier dafür sponserte die „Allgäuer Zeitung“. Die Faschingskostüme wurden teilweise selbst geschneidert. „Auch Partys haben wir gefeiert“, so einer der „Alt-Abiturienten“. 1958 kam dann „die Stunde der Wahrheit“, das Abitur. Es dauerte über eine Woche und beinhaltete die Fächer Deutsch, Mathe, Englisch, Chemie oder Physik, Religion, Kunsterziehung und Sport.

Repro/Foto: Uwe Claus

Die Hohenschwangauer Abiturienten des Jahres 1958 auf einer Aufnahme aus der sechsten Klasse im Jahr 1955.

 

Ein spezielles Frühstück

Zum Abitur musste jeder ordentlich gekleidet sein und im Speisesaal gab es eine Besonderheit: Die Abiturienten bekamen das Abitur-Frühstück. Es bestand aus Bohnenkaffee, weichem Ei, Butter und Semmeln – kredenzt auf einer Tischdecke. Das normale Frühstück bestand aus Schwarzbrot und Marmelade. Noch eine Anekdote erzählt einer der Herren gut gelaunt: „Nach dem Abitur stieß Chemie-Professor Dr. Voigt mit uns mit selbst hergestelltem Eierlikör in Reagenzgläsern an.“

Die Damen und Herren der Jahrgänge 1938/39 haben später die verschiedensten Berufslaufbahnen eingeschlagen: Sie wurden unter anderem Ärzte, Ingenieure, Lehrer und einer wurde Düsenjägerpilot. Sie leben heute über ganz Deutschland verteilt und einer von ihnen hat sogar eine Beratertätigkeit im Iran.

(Artikel aus der Allgäuer Zeitung vom 28. Mai 2008)

 
 

Ho'gau Fete ein voller Erfolg

Die traditionelle Hogau-Fete der K12 des Gymnasiums Hohenschwangau war ein voller Erfolg und lief ohne größere Zwischenfälle ab.

700 bis 800 Jugendliche aus dem Umkreis besuchten die Veranstaltung in der Klausenarena in Reutte und hatten viel Spaß. DJ Ilusive verstand es, der Menge richtig einzuheizen. Mit seiner vielfältigen Songmischung schaffte er es, das Publikum zu begeistern.

Da sich der Großteil aller Teilnehmer vobildlich verhielt, hatten die Sicherheitsbeauftragten wenig Mühe, das Geschehen der Veranstaltung zu kontrollieren.

(Berichterstattung in der Allgäuer Zeitung vom 13.05.2008)

 
 

Hohenschwangauer Gymnasiasten bei Deckel Maho

Foto: Dietrich Müller

Den Berufsinformationstag des Gymnasiums Hohenschwangau hat eine Gruppe von 27 Schülern aus der 11. Klasse mit ihrem Lehrer Alfons Haf zur Besichtigung der Firma Deckel Maho in Pfronten genutzt.

Der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Diplom-Kaufmann Lars Müller hält es für "eine gute Sache", dass sich die "Mitarbeter von morgen" über das Unternehmen informieren und betont, dass "wir uns freuen, wenn wir auf Personal zurückgreifen können, das eine persönliche Beziehung zur Region hat".

Lukas Magg äußerte sich rundum positiv über die Bereitschaft des Unternehmens, Schüler mit den Arbeitsabläufen in einer High Tech Firma bekannt zu machen und erwartete sich viele interessante Informationen.

Sehr positiv auch die Stellungnahme des Lehrers Alfons Haf: "Wir sind besonders dankbar, dass Deckel Maho uns so unterstützt. Zur gleichen Zeit führt nämlich Personalleiter Udo Lademann in der Schule mit einer zweiten Gruppe ein Bewerbungstraining durch".

(Berichterstattung in der Allgäuer Zeitung vom 26.04.2008)

 
 

Frühjahrskonzert 2008 locker und voller Überraschungen

Foto: Philomena Willer

VON PHILOMENA WILLER

„Wer hat den Brauch wohl eingeführt?“ wandte sich Schulleiter Edward Weber an seine Vorgänger Alfred Wintergerst und Gerhard Klein, die zum Frühjahrskonzert des Gymnasiums Hohenschwangau

gekommen waren. Dass alle Mitwirkenden am nächsten Tag später zur Schule kommen dürfen, wird als Belohnung außerordentlich geschätzt. „Kontraste“ war das diesjährige Motto und, so war die

Publikumsmeinung im voll besetzten Kurhaus, jedes Jahr bringt eine

Steigerung. Vor den Kontrasten der Dekoration in Anspielung auf das

Olympiajahr boten die Gruppen im flotten Wechsel ein kontrastreiches Programm mit Klassik und internationalem Folk, Rock und Jazz.

Von der Fliegenjagd zum Tanzfieber

Die sechsten Klassen hatten viel Spaß bei ihrem Rhythmusstück über die Jagd auf die lästige Fliege. Das „Dance Fever“ („Tanzfieber“) brach aus bei der Tanzgruppe in der Einstudierung von Sabine Fritz. Die perfekte Show faszinierte ebenso wie Akrobatik und Slapstick der Dreiergruppe. Ausgezeichnet geschult präsentierte sich der Chor mit Ursula Viehbeck. „Strike it up Tabor“, das schwierige Madrigal aus

der elisabethanischen Zeit gelang so schwungvoll, dass man dem Helden durchaus glaubt „I’ll sell my shoe sole for a dance round the maypole“ („Ich verkaufe meine Schuhsohle für einen Tanz um den Maibaum.“) Großartig die drei jungen Damen im Terzett aus Mendelssohns Elias „Hebe deine Augen auf“. „My love is like a red red rose“ („Meine Liebe ist wie eine rote, rote Rose“) schrieb einst der schottische Nationaldichter Robert Burns. Der Münchner Stefan Kalmer interpretierte es neu und interessant für junge Chöre.

Eine bizarre Gestalt spielte sich mit der Tuba durch den Saal: Pink Panther persönlich. Da war auch dem Big-Band-Leiter Alexander

Schiefele klar, was die Musik spielt: den Henry Mancini Hit. Duke Ellington ganz relaxed, die legendäre „fat cat“ („Dicke Katze“) von Roy Philippe mit tollen Soli und der treibende Rhythmus des „spinning wheel“ („Drehendes Rad“) der „Blood sweat and tears“ („Blut, Schweiß und Tränen“) -Rockband von David Thomas – klasse Stücke, klasse gespielt. Streicher ohne Bogen?

Die gab es beim Jazz-Pizzicato von Leroy Anderson. Urwienerisch

dagegen ließ Ursula Viehbeck das Streicherensemble bei Franz Schuberts Ländlern aufspielen. Nach Lateinamerika entführte der Tanguito mit dem extremen Glissando. Dann ging ein Raunen durch den Saal: Stille Nacht als Tango? Ja, das gibt es, und es war ein neues Hörvergnügen. Chor, Streicher und Querflöte in einem bestechenden modernen Arrangement des französischen Volkslieds „La laine des moutons“ („Schafswolle“) zeigten ihr Können wie das des Oberallgäuer Komponisten Wolfram Buchenberg.

Alle Gruppen auf die Bühne!

„Lazing in the summer sun, got no work to do“ („Faulenzen in der

Sommersonne, hab keine Arbeit zu tun“): Das sprach den jungen Leuten, denen bis zu den Ferien noch einiger Prüfungsstress bevorsteht aus der Seele. Man wiegte sich genüsslich und gekonnt zum Kanon in karibischen Rhythmen. Als stünde nicht lange Probenarbeit dahinter, so locker, so voller Überraschungen ging das Frühlingskonzert zur Freude aller Besucher über die Bühne.

(Artikel aus der Allgäuer Zeitung vom 13. Juni 2008)

 

 

 
 

Abituria 2008 hat es geschafft!

55 Abiturientinnen und Abiturienten des Jahrgangs 2008 haben ihre Reifeprüfung erfolgreich bestanden. Insgesamt gab es 8 Abiturzeugnisse mit einer 1 vor dem Komma (alles Mädchen!), die besten drei möchten wir besonders hervorheben:

  • Sonja Weise mit 1,0
  • Christina Krönauer mit 1,2
  • Daniela Paulsteiner mit 1,5

Die Abiturfeier mit Übergabe der Zeugnisse findet am 27. Juni 2008 um 10:30 Uhr in der Turnhalle statt. Die AHSg wird die neuen Ehemaligen wie jedes Jahr mit einem Sektempfang nach der Feier beglückwünschen.

17.06.2008/cl

 
 

Mitgliederversammlung

Einstimmig wiedergewählt wurde der "alte" und "neue" Vorstand der AHSg, bestehend aus:

  • Peter Jung
  • Christian Lichtenberg
  • Roland Jörges